Andreas Wenzel

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Bilder enstehen am Polarisationsmikroskop

Die Polarisationsmikroskopie ist eine weltweit genutzte Standardtechnik zur qualitativen und quantitativen Gesteins- und Mineralbestimmung an Dünnschliffen. Im Polarisationsmikroskop wird Licht polarisiert, d.h. in einer Schwingungsebene eingeregelt, bevor es durch das Objekt/Präparat geleitet wird.

Abb. Polarisationsmikroskop

Die Dünnschliffe sind Gesteinsscheiben, die 25-30 um = 0,025-0,03 mm dünn geschliffen werden. In dieser Stärke sind sie transparent, so dass ihre optischen Eigenschaften im durchfallenden Licht untersucht werden können. Untersucht wird das Verhalten der Minerale, die ein Gestein aufbauen, gegenüber dem Licht das als Energiewelle durch ihr Kristallgitter läuft.

Bei konstanter Umgebung, gleichbleibender Dicke des Dünnschliffs und konstanten Eigenschaften des durchfallenden Lichtes ergeben sich für jedes Mineral im Gestein charakteristische optische Eigenschaften und Reaktion auf das durchfallende Licht, die von der Zusammensetzung, vom Kristallgitter, von der räumlichen Orientierung des Minerals im Schliff abhängen.

Beim Durchgang des polarisierten Lichts durch die Kristallgitter der Minerale werden die Wellenlängen in den verschiedenen Richtungen der Kristalle durch Absorption verändert, beim Austritt hat es deshalb eine jeweils charakteristische Farbe, da jedes Mineral ein eigenes Kristallgitter mit definierten Dimensionen ausbildet.

Mit dem Drehtisch des Mikroskops können die Objekte gedreht werden, so dass auch die Wirkung des einfallenden Lichts in unterschiedlichen Richtungen der Kristallgitter beobachtet und gemessen werden kann. Mit weiteren Einstellungen des Mikroskops lassen sich Relief, Textur, Eigenfarbe, charakteristische Verwachsungen und Spaltbarkeit bestimmen, so dass man bei der Bestimmung eine diagnostische Sicherheit von nahezu 100% erreichen kann.

Die Bilder, die Sie in der Galerie sehen, zeigen in der Regel Ausschnitte von 2,5 x 3,6 mm aus einem Gestein.

Die konkreten technischen Daten und spezifische Angaben zur Herkunft der Gesteine und zu den Gesteinen selbst können Sie in den beiden bisher erschienen Katalogen nachlesen. Hier hat jedes Gestein eine eigene Seite, auf der Sie auch jeweils eine kurzgefasste geologische Information finden.

Katalog 1 -- Italien 2009, PDF (2,1MB)

Katalog 2 -- Vulkangesteine 2009, PDF (2,1MB)

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